Eigentlich wollten wir nur einen kleinen Spaziergang machen,
und dann entdeckten wir das
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Café im Rilke Haus
16.03.2006
"Das alte Rilke Haus", wie es von den Fischerhudern seit Jahrzehnten genannt wird , wurde von 1917 1919 gebaut und bekam von Rainer Maria Rilke den Hausspruch:
"Da vieles fiel, fing Zuversicht mich an, die Zukunft gebe, dass ich darf, ich kann!"
Es war das Wohnhaus und Atelier seiner Ehefrau Clara Rilke Westhoff die es als Malerin und Bildhauerin (u.a. auch Schülerin von Auguste Rodin in Paris) bis zu ihrem Tode 1954 bewohnte.
Die gemeinsame Tochter Ruth Rilke lebte hier bis an ihr Lebensende 1972 und gründete das Rilke Archiv, das sich noch bis Mitte der Siebziger Jahre in diesem Haus befand, dann aber noch Gernsbach verlegt wurde. Rainer Maria Rilke und Clara Rilke Westhoff gehörten zum engen Freundes und Künstlerkreis um Heinrich und Martha Vogeler, Fritz Mackensen, Hans am Ende, Fritz Overbeck, Otto Modersohn und Paula Becker Modersohn als beste Freundin von Clara.
Noch jahrelangem Leerstand ging das Haus 1977 von den Nachfahren Rilke Westhoffs in unseren Privatbesitz über und wurde von uns von Grund auf renoviert und restauriert.
Seit April 1995 befindet sich im Erdgeschoss ein Café mit Sommergarten und Blick auf den alten Nordarm der Wümme. Er wurde im Zuge der Flussbegradigung in den Fünfziger Jahren stillgelegt, wird aber mit dem Wasser der anderen Wümmearme gespeist. Durch das Fehlen der starken Strömung entstehen zur Freude vieler Maler und Fotografen wunderschöne Spiegelungen im Wasser.![]()
Die Räumlichkeiten des Hauses sind trotz erneuter Renovierung alle unverändert geblieben. Türen und Fenster wurden nach den alten Vorbildern originalgetreu mit echten Holzsprossen gebaut; der Holzfußbaden und die noch funktionsfähigen Kachelöfen und der Kamin sind original, ebenso eine Büste von Clara Rilke Westhoff, ein Wandfresko, einige Ölbilder und einer ihrer Arbeitstische für ihre Skulpturen.
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Im heutigen Kaminzimmer befand sich früher ihre Bibliothek, in der sie ihren Zuhörern aus Büchern und Briefen Rainer Maria Rilkes vortrug. Der Schriftsteller Rudolf Alexander Schröder, der Maler Hans Buch und der Komponist Karl Gerstberger verweilten über längere Zeiträume als Gäste in ihrem Haus. Clara galt als eine sehr beeindruckende, soziale und liebe Person, "die man nicht vergisst.'
In dem Hauptraum unseres Cafés befand sich früher ihr Atelier darum die Höhe und die Ausrichtung der großen Fensterflüche nach Norden. Der Ausblick auf die Wümme Wiesen und die Surheide hat schon so manchen Künstler inspiriert.
Die Möblierung unseres Cafés besteht aus alten Worpsweder und Fischerhuder Tischen und Stühlen mit ihren typischen Schnitzereien in der Rückenlehne sowie aus Mobiliar das der Enkel Heinrich Vogelers im"Haus im Schluh "in Worpswede nach dessen Original Vorlagen herstellt, hier in Eiche natur und weiß bunt mit Tulpen Motiv.
Das Wappen in der Eingangstür ist eine Nachbildung des Familien Wappens, das sich auf dem Grabstein Rainer Maria Rilkes in der Schweiz befindet. Rilke starb 1926 in Raron (Schweiz); Claras Grab befindet sich in Fischerhude neben dem Grab ihrer Tochter Ruth.
Der in unserem Caf~ angebotene "Westhoff Kaffee" stammt von der alteingesessenen Bremer Kaffeefirma "Gebr Westhoff~ die wiederum Verwandte von Clara Rilke Westhoff waren. Unser gesamter Kuchen wird von der Chefin in noch alter, herkömmlicher Weise hier im Hause liebevoll selbst gebacken.
Unser Garten und die jahreszeitlich wechselnden Dekorationen im Café sind ein leidenschaftliches Hobby von uns.
... Für einen Moment den Alltag vergessen ....
das wünscht Ihnen Ihr Café im alten Rilke Haus.
Café im Rilke Haus
In der Breden a u 81
28870 Fischerhude
Tel. 04293 1385
Ganzjährig von 14:00 19:00 Uhr geöffnet Montags Ruhetag